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DAS GROSSE GLUCK 

 

Gute Nacht Anders. Bist du bereit für ein paar Fragen? 

 

Ich bin schlecht gelaunt.

 

Dann lass’ uns loslegen. Dein neues Projekt dreht sich um Spam-Mails, also unerwünschte virtuelle Werbung.

 

Das hast du sehr charmant ausgedrückt. Spams sind der letzte Dreck!

 

Und du wühlst darin? 

 

Niemand kommt an lästigen Werbebotschaften vorbei. Einige sind so gut gemacht, dass sie uns manipulieren. Wir kaufen Dinge oder Dienste, die wir nicht benötigen oder die in vielerlei Hinsicht sehr bedenklich sind, glauben aber, dass es uns nach dem Kauf besser geht. Dieses Gefühl ist meist nur flüchtig.

 

Danke für diese Binsenweisheiten. 

 

Gerne.

Die perfideste Werbung schreit dir im Netz entgegen. Du klickst irgendwo, weil du ganz banal  auf der Suche nach schönen Schuhen bist und bekommst noch Wochen später Kaufipps für neue Treter auf völlig anderen Seiten. Das ist virtuelles Stalking.  Das Nervigste, aber auch Gefährlichste, sind perfide Werbe-Mails, die deinen Elektro-Briefkasten vollmüllen.

 

Warum sind die besonders gefährlich? 

 

Weil mit einem falschen Klick der Computer auf deinem Schreibtisch nicht mehr deiner ist.

Diese Mails werden täglich millonenfach verschickt und es gibt fast immer ein paar Verwirrte, die auf der Suche nach dem schnellen Geld, einer pflegeleichten Frau oder ewiger Potenz jede Vernunft über Bord kippen und  in einem Spinnennetz von Schwerstkriminellen stranden.

Und es gibt die Ängstlichen, die fadenscheinige Mahnungen öffnen.   

Aber diese Gefahren waen nicht der Ansatz für mein Projekt.

 

Was hat dich daran gereizt, Spam-Mails zu vertonen? 

 

Viele der Wortgebilde haben in ihrer Plumpheit für mich eine lyrische Kraft. Die meisten Spammer geben sich trotz ihrer hohen verbrecherischen Energie wenig Mühe und ziehen ihren Schwulst durch billige Übersetzungsmaschinen. Daraus sind ganz oft fantastische Texte entstanden und derer habe ich mich bedient. Ich habe keines meiner Stücke redigiert. Alles O-Ton.

 

Und darauf bist du stolz? 

 

Ich bin voller Dank. Für mich war das Material, das ich jahrelang geschickt oder von vielen Vertrauten zugesteckt bekommen habe, ein Füllhorn spannender Prosa. Und ich danke meinen Freunden für ihren selbstlosen Einsatz bei der Umsetzung meines Projektes.

 

spam@anderslang.com